nikola lutz
players special
spiele mit licht und klang

Nikola Lutz - saxophone
Laurenz Theinert - visual piano
Gino Robair - drums
Axel Hanfreich - electronics

Am 26. Juni 2011 um 21 Uhr. findet im großen Raum der Wagenhallen Stuttgart eine dreiteilige audiovisuelle Live-Performance  mit dem Titel "Players Special - Spiele mit Licht und Klang" statt. Die Stuttgarter Kurt Laurenz Theinert (visual piano) und Axel Hanfreich (Sequenzer) machen mit "Hammerhaus" den Auftakt, gefolgt von einer temporären Formation bestehend aus Theinert, der Saxofonistin Nikola Lutz und dem US-amerikanischen Perkussionisten Gino Robair. Das Finale bietet Raum für eine gemeinsame Improvisation aller Beteiligter - von tanzbar bis experimentell.

Visuelle Konstante im dreiteiligen Licht-Klang-Konzert ist Kurt Laurenz Theinerts  Lichtperformance. Am weltweit einzigartigen visual piano erzeugt der Stuttgarter dynamische Lichtstrukturen, die sich mal punktuell, mal netzartig über die Wände ausbreiten. Dabei oszillieren sie im ständigen Dialog mit der Musik zwischen Flächigkeit und Fragilität, zwischen Minimalismus und opulenter Farbigkeit, bis der ganze Raum als spannungsgeladener Licht-Klang-Körper vibriert.

"Hammerhaus" wartet mit sperrigen Beats und Loops auf. Axel Hanfreich jagt einzelne, trockene Klänge durch den Raum, unter die sich tastend verspieltere, sphärische Töne mischen. Gerade wenn die Struktur des Klangnetzes vertraut wird, bricht sie unvermutet wieder auf, um sich zu neuen tanzbaren Soundgebilden zu formieren. Flirrende Bildassoziationen evozieren dagegen die Improvisationen der Saxofonistin Nikola Lutz. Zu den schnarrenden, pfeifenden, gurgelnden Tönen, fügt sich geradezu organisch das Perkussion-Feuerwerk des US-Amerikaners Gino Robair. Der Musiker und Komponist macht Trommeln zu Resonanzkörpern für alle erdenklichen Objekte. Ihnen vermag er feinste Töne zu entlocken, die plötzlich in brachiales Scheppern, Donnern und Tröten münden.

Weder Klang noch Licht lassen sich bei diesem synästhetischen Konzert auf ein Bedeutungsmuster festlegen. Vielmehr spricht aus ihnen pure Spielfreude, die auf angenehme Weise selbstreferentiell bleibt.

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